Fischhaut (Süddeutscher Spotname für Küstenbewohner)

So nennt sich eine Gruppe von befreundeten Seglern,die durch die berufliche Saisoneinbindung keine Möglichkeit zu einem ausgedehnten Segeltörn im Sommer haben.

Gegründet wurde diese Gruppe im Jahr 1994 auf Initiative von Paul-Joachim Vollmer und Reiner Will. In der Folgezeit wuchs diese Gruppe Gleichgesinnter auf nunmehr ca. 10 Personen an. Die Mitgliedschaft ergab sich anfangs mehr oder wenig zufällig bzw. teilweise auch durch geziehlter Beutemachen. Man trifft sich ziemlich regelmäßig montags im Restaurant "Zur Mühle" zum Klönen.

Eingerahmt werden diese Abende von kulinarischen Köstlichkeiten aus der Küche. Dieter versteht es immer wieder, trotz aller Arbeit, mal eben nebenbei einige Leckereien zu zaubern, die jeden Gaumen verwöhnen. Wenn der Frust über die nicht endende Saison zu groß wird, werden bei einer Flasche Wein ein paar Videos der vergangenen Reisen vorgeführt, und schon kann man in den gemachten Erfahrungen schwelgen und die Sorgen des Alltags vergessen.

Auch wird die Winterzeit, dazu genutzt die seglerischen Fähigkeiten weiter zu entwickeln. So werden Lehrgänge in Knoten- und Wetterkunde, 1. Hilfe oder Brandverhütung durchgeführt. Ebenfalls ist im Winter Zeit, einzelnen Mitgliedern der Gruppe Verhaltensmuster in Ihrem Interesse abzugewöhnen.
So wurde Reiner das Biertrinken abgewöhnt, weil man meinte dadurch die Gefahr des Überbordgehens beim Pullern am Achterstag zu verringern. Heute trinkt Reiner Wein und pullert immer noch am Achterstag.

Ende August wird dann die sogenannte Deadline für die verbindliche Anmeldung zur Reise erreicht und eine Anzahlung der Fahrtkosten besiegelt die Teilnahme an der Tour.

Je mehr sich die Saison dem Ende zuneigt, desto detaillierter werden die Planungen für die bevorstehende Reise besprochen. Seekarten und Hafenhandbücher werden gewälzt, Törnvorschläge und Fahrziele auch unter kulturellen Aspekten erörtert und unter Berücksichtigung aller Interessen die endgültige Reiseroute festgelegt.

Im September wird dann mit Spannung das von Jochen erstellte Reiseprogramm verteilt, obwohl Jochen schon im letzten Jahr abschließend erklärt hatte, daß er das nächste Reiseprogramm von einem anderen erarbeiten lassen wollte. Gott sei Dank sind mache Drohungen nicht durchzuhalten.

In den ersten Jahren wurde abhängig von der Teilnehmerzahl und dem Fahrtgebiet von Jochen dann die Yachten gechartert und der ganze Formalkram erledigt. Insofern drängte sich des öfteren der Gedanke auf, ob Jochen in einem seiner früheren Leben vielleicht einmal ein Reiseleiter gewesen ist. In den letzten Jahren hat sich die Reisevorbereitungen aber etwas vereinfacht, da Jochen sich in Spanien ein eigenes Schiff zugelegt hat und somit ein Teil der Reisevorbereitungen deutlich vereinfacht wurden.