Bericht zur Lage der Nation (1. Teil)

Eine "Alte Fischhaut" und sein Schätzchen segeln von Werner Vogelpoth Unser Segeltörn 2012 begann am 19. März im Flugzeug. Wie die Eingeweihten wissen, brach sich Ehefrau Karola (Schätzchen) im November 2011 in Catania auf der Gangway erst den Fuß, dann rissen sämtliche Bänder im rechten Knie. Operationen etc. in Deutschland folgten. Mein Freund Klaus M. und ich überführten im Dezember unsere Segelyacht "La Jolla" (span. das Juwel) eine 12 Meter FormosaKetsch nach Malta. Dorthin flogen Karola und ich an besagtem 19.März. Am Flughafen wurden wir von Johan Huy, einem netten Holländer, Stützpunktleiter Trans Ocean von Malta, abgeholt, der uns auch für die ersten 2 Wochen eine günstige Unterkunft besorgt hatte. Johan ist auch Inhaber von "White Sails", einer Firma die rund ums Boot alles macht. Der Motor und die komlette Elektrik von "La Jolla" wurden general überholt und diverse Dinge mehr erneuert. Anfang Juni waren alle Arbeiten beendet, mittlerweise lebten wir auf dem Schiff, und es ging endlich los. Mit etwas Wehmut verabschiedeten wir uns von Valetta auf Malta und segelten bzw. motorten an die Südost-Spitze von Sizilien. Von da aus ging es durch die Straße von Messina (Reiner weiß Bescheid) mit 2 Stops. Einer davon in Naxos bei Taormina, das wir schon auf der Hintour kennen gelernt hatten. Von dort segelten wir über Kalabrien zu den äolischen Inseln, zum Stromboli. Das war nach dem Ätna der zweite aktive Vulkan. Der dritte, allerdings nicht aktive, sollte in der Bucht von Neapel, der Vesuv sein. Capri und Ischia waren unsere Ziele zum Ankern.Von da aus führte uns die Route den Stiefel nordwärts nach Giglio, das durch die Havarie der "Costa Concordia" eine böse Berühmtheit erlangt hat. Wir sind dann zur Ablenkung zum Grafen von Montechristo gefahren. Die Insel darf man allerdings nicht betreten. Vermutlich war der Sportsfreund nicht zuhause. Weiter über Korsika nach Sardinien zur Costa Smeralda. In der Bucht der ganz Armen, Cala di Volpe, sind wir ein paar Tage vor Anker geblieben weil sich Besuch aus Mülheim angesagt hatte. Außerdem habe ich den Championship Golf Platz des Pevero Golf Club gespielt, nur mal so am Rande erwähnt.
Anfang Juli starteten wir erneut nach Korsika und dann nach Elba, der vorerst letzten Insel unserer Reise. Mit Livorno hatten wir die Toskana erreicht. Pisa und Volterra waren dann auch folgerichtig die Landausflüge. Der nächste Hafen war Carrara mit den wirklich spektakulären Marmorsteinbrüchen in großer Höhe, die schon Michelangelo bewundert hat. Bei den Besichtigungstouren kamen unsere beiden DiBlasi Faltmokicks erstmalig so richtig zum Einsatz. Schön wars. An Cinque terre vorbei, motorten wir dann nach Portofino und Imperia. Jetzt sind wir auf dem Weg nach Frankreich. Alles weitere folgt später.

Liebe Grüße an die Fischhäute
Werner und Schätzchen